Gemeinsam auf dem Weg zur neuen Schule

Projekt in 4226 Breitenbach

aktives Projekt

Die Sekundarschüler*innen vonBreitenbach gewinnen den Jugendförderpreis
Die Sekundarschüler*innen vonBreitenbach gewinnen den Jugendförderpreis

Als erste Gemeinde in der Schweiz will Breitenbach seine gesamte Schülerschaft von der Kindergarten- bis zur Sekundarstufe bei der Planung der neuen Schule einbeziehen. Geleitet wird das Projekt im Auftrag der Gemeinde vom Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL mit dem KinderKraftWerk und der Jugendförderung des Kantons Solothurn. Start ist im Mai 2016 und im Oktober wird die Auswertung mit den Ideen und Anliegen der Kinder für den Architekturwettbewerb vorliegen. Dabei legt die Gemeinde wert darauf ,dass die Kinder auch im Umbau direkt einbezogen werden, wo das möglich ist.

Die Kinderpartizipation Neue Schule Breitenbach wird unterstützt durch 5i Förderorganisation, als ein Bereich der (2007 von Reinhold Mathys gegründeten) Stiftung 3F Organisation, der Kinder-und Jugendförderung des Kantons Solothurn und der Gemeinde Breitenbach.

Partizipationskonzept

Die Schule ist für Kinder nicht nur ein pädagogischer Raum. Sie ist auch ihre Lebens- und Erlebniswelt während einer grossen Zeit ihres frühen Lebens. Die Gestaltung dieses Raumes kann neben dem pädagogischen Konzept der Schule und dem Engagement der Lehrpersonen zu einem wesentlichen Teil ihr Lernverhalten und ihre Bildung beeinflussen. Es macht darum aus Sicht der UNO Kinderrechtskonvention[1] Sinn, die Kinder als direkt betroffene in die Fragen Planung und Gestaltung einer Schule einzubeziehen. Die Kinder lernen dabei nicht nur sich mit ihrer direkten Lebenswelt auseiander zu setzen, sondern ihre Meinung der Meinung anderer Mitschülerinnen und Mitschüler gegenüberzustellen und daraus Kompromisse zu erarbeiten, die von allen getragen werden. Die Ergebnisse sollen den Fachleuten aus Planung und Architektur als Richtlinie und Ressource in der Ausarbeitung der räumlichen Planung dienen. Die Partizipation erfolgt in den Stufen: Mitreden, mitdenken und mitbauen. Dabei sollen Kopf, Herz und Hand mit einbezogen werden. Partizipation wird damit auch direkt Teil der schulischen Bildung.



[1] Uno KRK Art. 12 Recht auf Meinungsäusserung

Bericht TV Regio Plus: Interviews mit Schüler*innen, Projektleitung, Schulleiter und Gemeinderätin

Vortrag: "Schule gemeinsam planen"

Am 2.September wird der renommierte Architekt Peter Hübner im Gemeindesaal Grien einen Vortrag zum Schulhausbau in Breitenbach halten. Schwerpunkt ist der Einbezug der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen in der Planung der neuen Schule.

Peter Hübner ist erfahrener Architekt für Schulhausbauten mit Beteiligung von Schülerinnen und Schülern. Mehrere Projekte von ihm und seinem Team wurden bereits prämiert und sind wegweisend im Schulhausbau in unserem Nachbarland. Sein Markenzeichen ist der konsequente Einbezug aller Personen, welche die Schule „beleben“.

Peter Hübner wird zu den Meinungen, Ideen und Entwürfen der Schulkinder von Breitenbach Stellung nehmen und über die Chancen und den Gewinn einer gemeinsamen Planung für die neue Schule in Breitenbach referieren. Sie sind herzlich eingeladen!

 

Neue Schule Breitenbach gewinnt den Jugendprojektwettbewerb

Die Schulhausplanung im solothurnischen Breitenbach konnte sich in der Kategorie „Institutionen“ durchsetzen und gewann den Jugendprojektwettbewerb Solothurn. Das Projekt ermöglichte den Schülern und Schülerinnen, dass sie ihre Wünsche und Vorstellungen für ihr neues Schulhaus einbringen konnten. Organisiert und ausgeführt hat der Mitwirkungsprozess die Stiftung Jugendsozialwerk.

Die „Kinderpartizipation –  Breitenbach“ überzeugte mit ihrem Pioniercharakter und ihrer frischen und authentischen Präsentation der Schüler. Sie setzten sich gegen vier Konkurrenten durch. Darunter waren traditionsreiche Institutionen wie das Jugendsinfonieorchester Solothurn oder JUBLA Kestenholz.

Die Schüler wurden tatkräftig unterstützt von einer Delegation aus Breitenbach, mit dabei der Gemeindepräsident und der Schulleiter. Das Projekt erhält 2‘000 Franken Preisgeld. Wie dieses Geld verwendet wird, entscheidet die Schule.

Über vierhundert Schüler beteiligten sich beim Projekt

Im Mai dieses Jahres beauftragte die Gemeinde Breitenbach die Stiftung Jugendsozialwerk, mit den Schulkindern aller Altersstufen einen Mitwirkungsprozess für die Schulhausplanung durchzuführen.  An den Umfragen und Workshops beteiligten sich über vierhundert Schülerinnen und Schüler sowie Schulleitungen, Lehrpersonen und Hauswarte.

Die Kinder und Jugendliche haben klare Statements zur Einrichtung und Gestaltung ihrer Schule abgegeben. Einheitlich ist der Wunsch nach mehr Farbe, zusätzlichen Aufenthalts- und Arbeitsräumen aber auch einer wohnlichen Gestaltung mit Verpflegungsangebot. Im Aussenraum wünschen sich die Schüler eine Aufwertung der Sportgeräte und Spielfelder, sowie weitere Sitzgelegenheiten. Die Defizite der bestehenden Schulanlage können mit dem Ergänzungsbau aufgewertet werden.

Grundlage für Architekturwettbewerb

Die Meinungen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sind nun Teil der Wettbewerbsauflagen für die kandidierenden Architekturbüros, welche ihre Vorschläge bis März nächsten Jahres einreichen können. Noch nie wurde in der Schweiz eine Kinderpartizipation in einem so frühen Stadium der Planung durchgeführt.

http://www.jugendprojekt-wettbewerb.ch/so/bisherige-wettbewerbe/wettbewerb2016/bilder/preisverleihung/

 

Das KinderKraftWerk war mit dem Projekt auch an der Hausmesse der Stiftung 3FO im März 2017 in Olten vertreten. Informationen, Fotos und Presseberichte dazu sind hier zu finden.

 Publikation zum Projekt in Breitenbach auf der internationalen Plattform "Child in the city"

Im September 2018 bewilligte der Gemeinderat von Breitenbach einen weiteren Kredit für über 30 partizipative Projekte im Innen- und Aussenraum der neuen Schule. Im Frühjhar 2019 konnte der Neubau bezogen werden.

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